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Italienreise

BRAVI, BRAVI !

Die Idee, auf eine Konzertreise nach Italien zu fahren, wurde - wie konnte es anders sein - bei ein paar abendlichen Gläsern Wein geboren.
Im Oktober 2016 wurde aus dieser Idee dann Wirklichkeit und das Collegium Musicum machte sich mit einem Reisebus in der Morgendämmerung von Hannover auf in Richtung Süden. Am Abend erreichte der Bus - gelenkt von einem wunderbaren, lustigen und nervenstarken Busfahrer - Riva am Nordufer des Gardasees.

Das geplante Programm mit Tango- und Filmmusik hatten wir zuvor in Hannover einstudiert und dort - im Rahmen eines Probenwochenendes mit den beiden professionellen Solisten Massimo Turrini (Violine) und Emanuela Facinoli (Klavier) - auch schon einmal im „Sofa-Loft“ aufgeführt. Dieses Wochenende hatte uns bereits einen kleinen Vorgeschmack darauf gegeben, was uns in Italien erwarten würde...

Voller Elan spielten wir gleich am Tag nach unserer Ankunft das erste Konzert bei einem Tangofestival im wunderschönen Casino in Arco. Dies war ein außergewöhnliches Erlebnis, da Tango-Argentino-Tänzer zu unserer Musik ihr Können unter Beweis stellten, was perfekt zu der besonderen Atmosphäre dieses Ortes passte und alle in ihren Bann zog.
Im Anschluss an dieses Konzert brachen wir zum südwestlichen Ufer des Gardasees auf, wo wir für die restliche Zeit in Pratello eine Unterkunft mit mediterranem Flair und dazugehörigem Weingut fanden.

Unser zweites Konzert fand ein paar Tage später im ausverkauften alten Teatro Sociale in Castiglione delle Stiviere statt. Es war nach unserem Eindruck ein besonders „italienisches Konzert“. Zur vorgesehenen Probe fanden wir eine Bühne ohne Stühle vor, dafür waren umso mehr „wichtige“ Ordnungshüter da. Zum Konzertbeginn warteten wir erst amüsiert, mit der Zeit etwas weniger erfreut, fast eine halbe Stunde hinter einem schweren Samtvorhang auf unseren Auftritt. Nach dem Konzert wurden wir für unsere Darbietung dafür mit tosendem Applaus und lauten „Bravi, Bravi!“-Rufen belohnt.

Unser letztes Konzert auf dieser Konzertreise gaben wir auf einem idyllisch gelegenen Weingut, der Villa Pasini in Puegnago. Dort wurde besonders unser Dirigent, wie uns der Conferencier der Veranstaltung verriet, von den anwesenden älteren Damen sehr ins Herz geschlossen. Der Conferencier wurde im Übrigen sichtlich erleichterter, je besser er im Laufe des Abends den Namen von „Maestro Sönke Grohmann“ aussprechen konnte. Auch nach diesem Konzert wurden wir vom Publikum mit viel Applaus und „Bravi, Bravi!“-Rufen gewürdigt. Unsere Gage, ein köstliches italienisches Buffet inklusive Prosecco, Rotwein, Sambuca und vielen Espressi nach der ersten Konzerthälfte, stimmte uns alle ganz selig, so dass wir im zweiten Teil des Konzertes die Dvorak-Sinfonie mit ganz besonderer und ungeahnter Leichtigkeit spielten.

Was haben wir aber alles noch zwischen diesen wunderbaren Konzerten erlebt!
Tolle Ausflüge nach Venedig, Cremona (inklusive Museo del Violino mit einer im Auditorium live bespielten Stradivari-Geige - „Clisbee“ von 1669), Sirmione, Desenzano, Verona. Dazu italienische Sonne, badetaugliche Wassertemperaturen, Schifffahrten, großartige Ausblicke, lustige Abende mit gutem italienischen Wein, viele, viele Espressi, genussvolles, authentisches Essen und eine sehr spezielle Piano-Bar. Ein besonderes Erlebnis war zudem, einmal selbst Oliven zu ernten - darin durften wir uns im Garten von Manuels Schwester erproben, der wir auch ganz herzlich für die perfekte Organisation vor Ort danken.

Stetiger Begleiter der Reise war die mit der Zeit schon fast „liebgewonnene“ italienische Spontanität, aus der -  zusammen mit den wunderbaren Erlebnissen – eine ganz eigene neue Dynamik im Orchester entstand. So werden uns alle diese Eindrücke ganz sicher noch lange in Erinnerung bleiben.
Hoffentlich werden wir bald wieder einmal gemeinsam an diese wunderschönen Orte zurückkehren können. Eingeladen wurden wir zu unserer großen Freude schon ganz herzlich dazu!

Che sarà...